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Unsere Geschichte
Wie aus einer Idee im Schwabenland ein Leitersystem wurde
WAKÜ ist ein Familienunternehmen mit über 50 Jahren Geschichte. Im Oktober 1968 gründete Walter Kümmerlin unser Unternehmen in Bietigheim-Bissingen.
Seitdem hat sich vieles verändert und weiterentwickelt. Doch das, was WAKÜ von Anfang an ausgemacht hat, ist geblieben: Bodenständigkeit,
die Nähe zum Handwerk und ein klarer Blick für den Arbeitsalltag. Auch heute, trotz internationaler Ausrichtung, wird noch immer in Deutschland produziert.
Auf diese Geschichte und unsere Entwicklung sind wir stolz, weil sie WAKÜ zu dem gemacht haben, was das Unternehmen heute ist.
Zwei Brüder, eine Idee
Walter und Nikolaus Kümmerlin standen am Anfang der WAKÜ-Geschichte. Walter war gelernter Maler und hatte dadurch einen direkten Blick auf
viele typische Arbeitssituationen im Handwerk. Bei einem Gespräch unter Brüdern in einer Kneipe ging es eines Abends um ein Problem,
das viele Handwerker kannten: das Arbeiten auf Treppen mit einer Leiter.
Wer auf einer Treppe arbeiten musste, kannte die Situation: Auf der einen Seite stand die Leiter sicher, auf der anderen nicht. Also wurde improvisiert,
unterlegt und ausprobiert. Wirklich gut war das nie. Und wenn etwas schiefging, wurde es sehr schnell gefährlich. Genau darüber sprachen Walter und
Nikolaus an diesem Abend. Die Frage war eigentlich ganz einfach: Warum gibt es keine Leiter, die sich an solche Situationen anpassen kann?
Wenn auf einer Seite mehr Länge gebraucht wird, dann müsste man die Leiter doch irgendwie verlängern können.
Aus diesem Gedanken heraus entstand Schritt für Schritt die Idee für ein neues System
Aus dem Gespräch wurde noch am selben Abend etwas Greifbares. Walter und Nikolaus hielten die ersten Überlegungen auf einem Bierdeckel fest.
So entstand die erste Zeichnung der Teleskopleiter.
Doch dabei blieb es nicht. Im Gespräch dachten die beiden Brüder die Idee weiter und kamen darauf, ihre Teleskopleiter zusätzlich mit
einem Gelenk auszustatten. Damit ließ sich die Leiter nicht nur in der Höhe anpassen, sondern auch flexibel aufstellen oder anlegen.
Auf diese Weise entstand Schritt für Schritt eine Leiter, die mehr konnte als das, was man damals kannte: als Bock- und als Anlegeleiter nutzbar und
außerdem höhenverstellbar. Für solche Anwendungen brauchte man früher meist mehrere verschiedene Leitern. Genau das wollten Walter und
Nikolaus einfacher machen. Mit der Skizze auf dem Bierdeckel war der Anfang gemacht, jetzt musste daraus ein erster Prototyp werden.
Der erste Prototyp und die ersten Vorführungen
Mit ihren Skizzen gingen Walter und Nikolaus zum Schlosser. Dort wurde der erste Prototyp gebaut, innen damals noch mit Holzteilen. Nachdem
der Prototyp so war, wie sie sich ihn vorgestellt hatten, nahmen die beiden ihre neu erfundene Leiter und gingen damit zu Malerbetrieben.
Sie zeigten, wie sie funktioniert, erklärten die Idee dahinter und hörten genau hin, was die Handwerker dazu sagten.
Die Reaktionen waren eindeutig. Die Leiter kam sehr gut an. Schnell war klar, dass aus der Idee mehr werden könnte. Die ersten Aufträge
ließen nicht lange auf sich warten. Und damit war auch der nächste Schritt klar: fertigen, weiterentwickeln und aus dem Prototyp eine richtige Lösung machen.
Beim ersten Prototyp blieb es natürlich nicht. Die Leiter wurde weiterentwickelt, stabiler gemacht und mit der Zeit immer leichter.
Aus den ersten Lösungen mit Holz und Stahl entstand Schritt für Schritt eine Leiter aus Aluminium, so wie man sie heute kennt.
Die Teleskopleiter, wie wir sie kennen, haben wir geprägt
Heute ist das Wort „Teleskopleiter“ fast selbstverständlich. Damals war es das nicht. Als Walter und Nikolaus dieses Prinzip entwickelten,
gab es keine Leiter, die als Bock- und als Anlegeleiter genutzt werden kann.
Mit ihrer Idee entstand ein neues Verständnis davon, was eine Leiter leisten soll: nicht kompliziert sein, sondern alltägliche
Probleme einfach und sicher lösen.
Weitere Lösungen aus dem Arbeitsalltag
Nach der Teleskopleiter kamen weitere Praxissituationen auf den Tisch. Eine davon war die klassische Trittleiter: oft sperrig, schwer zu verstauen und
im Handling unangenehm. Also haben wir auch hier neu gedacht und die Little Jumbo entwickelt.
Immer dann, wenn Handwerker gesagt haben: „Das wäre einfacher, wenn …“, haben wir zugehört und nach einer passenden Lösung gesucht. So entstand
mit der Zeit nicht nur ein einzelnes Produkt, sondern eine ganze Produktwelt. Dazu gehörten neben unseren Leitern auch Ergänzungen für
unterschiedliche Arbeitssituationen.
Denn je nach Einsatz brauchte es oft mehr als nur eine Leiter selbst. Die Einhängeplattform bringt Werkzeug und Material dorthin, wo man sie braucht.
Der Wandabstandshalter erleichtert Arbeiten an Fassaden und Wänden. Die Teleskopdiele macht es möglich, sich auf einer Höhe zu bewegen,
ohne ständig neu umzusetzen. Die Holmverlängerungen helfen bei besonderen Treppensituationen wie Wendeltreppen und die Erdspitzen sorgen
für besseren Halt auf Wiese und weichem Untergrund. Und der Lenkrollensatz macht die Little Jumbo mobil. So wuchsen aus einzelnen Problemen,
Ideen und dadurch eine ganze Reihe Lösungen.
So denken wir bis heute
Die Geschichte von WAKÜ hat vor knapp 60 Jahren mit einer einfachen Frage begonnen: Wie kann es leichter, praktischer und besser gehen?
Aus dieser Frage sind über die Jahre viele Lösungen entstanden. Doch der Grundgedanke ist geblieben.
Heute führen Ralph Kümmerlin und Felix Tessari das Unternehmen in diesem Sinne weiter. Der Blick ist immernoch derselbe: Nicht laut, nicht
kompliziert, sondern nah an den Menschen, die mit unseren Leitern arbeiten. Denn am Ende geht es um dasselbe wie damals. Praxisnah,
lösungsorientiert und bodenständig zu arbeiten um den Alltag etwas leichter zu machen.